Trick or Treat!!!

November 2, 2006 at 12:08 am (Uncategorized)

Das Wochenende vor Halloween…

Tja, endlich ist es soweit. Halloween rückt näher, und übermorgen heißt es: Trick or Treat!? Oder in einer billigen deutschen Übersetzung: Süßes oder Saures! Wir sind gespannt und es wurde uns dringenst empfohlen, Kostüme zu besorgen, denn Halloween heißt hier Party, Party, Party.

Gesagt, getan: Nach einem entspannten Freitag Nachmittag am Huntington Beach (leider haben wir keinen Klinsmann entdecken können) sind wir ins Irvine Spectrum Center gefahren, einer riesigen Ansammlung von stylischen Shops. Leider sind es keine Outlet Stores gewesen, und so blieb das große Geld-Ausgeben wieder einmal aus (meine Kreditkarte hat sich gefreut). Ich besorge mir in einem Kostümladen einen Hut, falsche Zähne und etwas Schminke (laut Beschreibung von einem echten Hollywood-Stylisten) und sehe einfach mal, was sich daraus machen lässt. Als alle etwas gefunden haben, machen wir uns wieder auf den Weg ins Village.

Sergio nimmt uns am Abend mit zu einer Fete in Rancho, ca. 25 Minuten von hier. Obwohl die Deutschen ja eigentlich immer pünktlich sind, hapert es diesmal am Verkleidungsdrang der Frauen.

Die Party findet zu unserem Verdruss im Garten statt. Man mag ja meinen, der Sunshine State hier bietet einem ununterbrochen gutes Wetter. Aber leider geht mit der Sonne abends auch immer die Hitze am Horizont verloren, und so frieren wir uns echt einen ab. Christian hält sich mit Tanzen fit, wobei wir der Meinung sind, dass er sich eher mit der Körperwärme der kleinen Blonden “erhitzt”.

Fast alle sind verkleidet, VIEL haben sie aber nicht an. Wir haben uns sagen lassen, dass Halloween für US-Teenies die einizge Gelegenheit im Jahr bietet, sich einmal als “Slut” zu verkleiden (was ich hier nicht näher übersetzen möchte). Also egal was, hauptsache eng und betonend. Naja, wir sagen da nicht nein, gucken  is ja erlaubt, sagen Kai’s und meine Blicke…

Leider ist das Durchschnittsalter der Fete etwa 5 Jahre jünger als unseres, und auch der Hausbesitzer scheint zu meinen, dass es doch um 01:00 Uhr an der Zeit ist, das Tohuwabohu zu beenden. Der Hispano-DJ schreit durch’s Mikro “Sorry Guys, but GO HOME”, und nachdem ein Jeder kapiert hat, dass die kein schlechter Scherz ist, verlassen wir alsbald die Fete und fahren zurück.

Angeblich sollte in Pomona selber noch eine Fete von einer Studentinnnen-Verbindung sein. Vicky anrufen, nach dem Weg fragen. Wir setzen Sergio zu Hause ab, und Christian fährt uns durch Pomona’s Gassen. Es ist in den USA ja strengstens verboten, sogenanntes Wegbier im Wagen zu verzehren (Drinking in Public ist nur in Vegas erlaubt), aber da die US-Schlitten ja alle getönte Scheiben haben, stört uns das weniger. “Wir werden ja eh nicht angehalten” sagen wir uns und merken nicht, dass Christian mit 60 Meilen die Stunde durch eine 45-Zone rauscht.

Es wird taghell im Auto und nach der ersten Schrecksekunde erkennen wir, dass es kein UFO ist, dass da hinter uns herfligt. Spätestens als die kleinen blauen und roten Lichter sich drehten hörte man nur vom Fahrersitz ein lautes “Schei***e” (versteht hier ja eh kein Mensch). “Ruhig Chris, Hände am Steuer, erklär ihm alles was du machst” versuchen wir unseren Schumi zu beruhigen. “Knock Knock” – “Who’s there?” – “Officer Johnson!!!!” – “D’oh!”. Wir haben keine Ahnung, warum sie uns angehalten haben, antworten wir wahrheitsgemäß auf seine Frage. “Are you serious!?”. Jaaha! Christian gibt ihm seinen Führerschein. “What’s that” Na ein deutscher Füherschein, was denn sonst? “Oh you guys are German?” – “YES!” – “All of you?” Sieht man das nicht, fragen wir uns uns realisieren just in diesem Moment, dass Officer Johnson vier verkleidete Deppen – einen 80er Jahre Rapper, einen 80er Jahre Rocker, einen Todesdoktor und einen Freddy Krüger – vor sich hat. “Are you guys familiar with our speed limits?” Hmm, ja, natürlich. “Slow down, guys! Slow down”. Was für ein Glück kann man haben? Er lässt uns davon fahren, und uns allen ist die grpße Lust am Feiern vergangen. Später erfahre ich von Alex, dass ein Ticket für’s Speeding in der Stadt mal locker 300 Piepen kosten kann, Autsch!

Samstag Abend zeigt uns Sergio sein Lieblingsrestaurant: Emperors Mongolian BBQ. Eine Art Selbstbedienungsladen. Man sucht sich seine Zutaten aus, gibt sie dem Chef und dieser grillt sie dann auf einer Art Backstein. Sehr lecker, günstig und macht pappsatt!

Wir fahren noch einmal mit Sergio zu einer Fete, diesmal etwas Eher mit der Befürchtung eines erneuten frühen Abgangs. Christian freut sich, denn die Blonde von gestern wird auch wieder dort sein. Ein anderer Garten, das gleiche Publikum, aber bessere Stimung. Wir tanzen viel und gucken zu, wie sich verkleidete Amerikanerinnen und Amerikaner um den Preis des besten (in diesem Fall spärlichsten) Kostüm hauen. Wir lernen Nick kennen, ein netter Kerl der wie alle anderen Amis auch schon in Deutschland war und Verwandte dort hat. Unser Bacardi Razz geht langsam zu neige. 1,75 Liter-Flaschen, ein Traum!

Diesmal verläuft die Rückfahrt friedlich.  Morgen wird gelernt, es stehen diese Woche 2 Midterms, ein Paper, eine Präsentation und eine weiter Halloween-Fete an. Das kann ja heiter werden.

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