Nach zwei Wochen…
…habe ich noch immer nicht geschafft, hier großartig Neues zu verbreiten. Ich muss mich entschuldigen, aber es ist hier immer so viel zu tun und zu erleben, dass ich nicht ab und an einmal dazu kommen, die San Francisco-Tour niederzuschreiben.
Ich werde daher von nun an immer kleinere Einträge hier machen und nebenbei meinen großen Bericht zu Ende schreiben. Der kommt, versprochen.
Gestern waren wir in der Wüste. Wir sind zum Joshua Tree Natioanl Park gefahren und dort herumgewandert. Einen Großteil der Wanderstrecken muss man hier allerdings über ordentlich dicke Felsen hinlegen. Das bringt total Laune, denn man kommt sich vor wie ein kleines Kind, das überall draufklettern will und überall reinfassen will – was hier nicht ganz ungefährlich ist, bei all den Klapperschlangen, Salamandern, Kojoten und anderen Spielgefährten.
In der prallen Sonne haben wir uns alle einen ordentlichen Burnie geholt. Aber das war es definitiv auch wert! Als die Jungs und ich dann anfingen, die Indiana-Jones Musik zu trällern, kamen uns andere Jugendlich entgegen, die einstimmten und so haben wir in der Wüste ein kleines Konzert gegeben
Da wir uns getrennt hatten (wir Jungs sind voller Tatendrang gleich drauf los geklettert, während die anderen doch lieber planvoll die Gegend erkundeten), mussten wir in der Hitze noch einige Zeit warten. Ich habe noch nie so einen fiesen Durst erlebt. Es muss grauenvoll sein, ohne Wasser in der Wüste zu verkommen. Das möchte ich nicht erleben.
Wieder alle vereint, waren wir noch auf Key’s View, einem Aussichtspunkt in 1500 Meter Höhe, von dem man eine beeindruckende Sicht über den ganzen Wüstenpark hatte. Es ist komisch, dass man vom Nichts beeindruckt sein kann. Es sind nur eie paar wenige Wüstenpflanzen, die das Bild aufhellen, ansonsten nur dunkle Dünen und weite Sandfelder.
Auf dem Rückweg haben wir vergeblich einen Cowboyladen gesucht. Kai und ich wollen unbedingt einen weißen Cowboyhut kaufen, aber der einzieg Laden, den wir entdecken konnten, hatte schon geschlossen. Daher fahren wir direkt nach Pomona zurück, wo wir erstmal eineinhalb Kilo Beef kaufen und das dann bei Kai in der Wohnung zu Männeressen verabrbeiten. Dazu gibt’s Spaghetti…
Abend saßen wir noch zusammen, um die Planung für die nächsten Wochenenden zu machen. Ich kann euch sagen: Wenn wir das alles zu durchziehen, dann gibt es noch viel zu Berichten und hoffentlich auch ein paar coole Fotos.
Ich saß dann später noch mit Collin (einem schottischen Austauschstudenten), meinem Mitbewohner Alex und seine (Halb-)Freundin zusammen und es gab irgendwelche Hardcore-Cocktails, denn Alex versucht sich gerade als Thekenmixer.
Gleich geht es erst einmal zum Strand. Venice Beach wollen wir ansteuern; das ist der Strand mit den vielen Muskelmenschen, die unter freiem Himmel trainieren. Ich bin gespannt.
Liebe Grüße soweit erstmal,
euer Daniel
P.S. Fotos sind wie immer im Studiverzeichnis zu finden…